Geschichte bis 1989
Zeittafel zur Laderholzer Wassermühle
| Das Dorf Laderholz an der Alpe wird vor etwa 850
Jahren erstmals urkundlich erwähnt. Als Siedlung dürfte es zwei bis drei Jahrhunderte früher entstanden sein. Die Geschichte der Laderholzer Mühle geht bis in das Jahr 1167 zurück, denn bereits zu diesem Zeitpunkt wurde sie urkundlich erwähnt. Sie ist damit eine der ältesten Mühlen im Landkreis Hannover und die älteste von ehemals 7 Wassermühlen längs der Alpe. |
| 1167 | Erste urkundliche Erwähnung einer Mühle bei Laderholz. Schenkung an das Stift Minden durch den Edelherren Mirabilis. |
| 1544 | Auf Befehl der Herzogin Elisabeth von Calenberg durch den Drosten Claus von Rottorf als Amtsmühle neu erbaut. Hier bestand Mahlzwang für die Orte Nöpke, Borstel, Hagen, Wenden, Lohe, Steimbke, Glashof, Wendenborstel, Klein Varlingen, Laderholz und Brunnenborstel. |
Im 30-jährigen Krieg waren 13 von 20 Höfen in Laderholz wüst (verlassen).
| 1649 | Älteste Namensnennung des Amtsbachmüllers Bartold Poppe. Spätere Pacht durch Familie Poppe sowie den Müller Lühring (um 1700) |
| 1738/9 | Im Zuge einer grundlegenden Erneuerung erhält die Mühle ein unter- und ein oberschlächtiges Wasserrad -> zwei Mühlen mit stehendem Zeug in einem Mahlstuhl. Das ist die Besonderheit auf dieser Mühle. |
| 1860 | Kauf der herrschaftlichen Mühle durch den Müller Heinrich Schreeck für 8375 Thaler. |
| 1912 | Im Landkreis Neustadt arbeiten noch 51 Mühlen. |
| 1941 | Einstellung des kommerziellen Mahlbetriebes; private Nutzung durch die Müllerfamilie Meyer bis ca. 1947. |
| 1947 | Die Alpe wird reguliert, das Wehr und damit der Stau beseitigt. |
| 1990 | Die Mühle wird vom "Deutschen Mühlenverein für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung" als sehr wertvoll beurteilt und wird dringend zur Restaurierung empfohlen. Im Umkreis von 100 km sei kein solches Baudenkmal zu finden. |